Archive for July 9th, 2007

Wasserpolo

img_4812_singapore.jpg
img_4815_singapore.jpg

Wasserpolo? Häh? Was ist denn das? So genau wußte ich das bis heute auch nicht. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung. Sehr vage. Mehr aber auch nicht. Eins wußte ich aber genau. Die Boote sind verdammt wackelig. Woher ich das weiß? Vom Uni-Kanusport in Magdeburg. Da sind wir mit genau diesen Booten die Elbe hochgepaddelt. Unter der Strombrücke hindurch und über den Domfelsen hinweg. Und auch wenn immer alles glattging, reingefallen ist man doch irgendwann. Und wenn es auch nur in der Einfahrt zum Sporthafen war, weil man wieder mal zu blöd war und sich am Boot abstützte, anstatt das Paddel schön ordentlich in den Händen zu halten, so wie es Koppi immer predigt.

Doch warum fahren wir in Magdeburg mit solchen Booten die Elbe hoch? Einfache Erklärung: richtige Rennkajaks (davon gibt es im Magdeburger Sporthafen ja genug) sind noch viel wakeliger und man kentert bereits beim bloßen Zuschauen. Dann also doch lieber ein Poloboot.

Und wie es der Zufall will, gibt es just am anderen Ende der Welt in Singapur einen Wasserpolo-Klub, der exakt diese Boote fährt und tatsächlich auch noch für diesen Sport verwendet. Ich war sehr fasziniert und schaute mir das Spiel bestimmt eine halbe Stunde an. Ständig wähnte ich den einen oder anderen Polospieler bereits im Wasser, so sehr gerieten sie mit ihren wakeligen Booten in eine scheinbar aussichtslose Schieflage. Doch nicht ein einziger Spieler vergeigte es. Das scheinen hier wirklich alles alte Füchse zu sein, denen man so schnell nichts vormachen kann.

Und wer es bisher noch nicht selbst herausgefunden hat: Wasserpolo ist eine Ballsportart, die mit speziellen sehr wendigen Kajakbooten gespielt wird. Es gibt einen Ball und zwei Tore und die Spieler können Hände und Paddel verwenden, um den Ball ins Tor zu befördern (mehr weiß ich bisher auch nicht).

4 comments