Parc Vista

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Heissa, es ist vollbracht! Ich bin umgezogen. Nachdem ich heute den halben Tag mit Schrubben und Putzen verplemperte, kann ich mich nun endlich zurücklehnen, es mir in meinem neuen Zimmer gemütlich machen und mir an die Nase fassen. Am gestrigen Samstag schleppte ich bereits all mein Hab und Gut in das neues Domizil, den Tower 6 von Parc Vista. Ich kaufte mir sogar eigenes Bettzeug, einen Schrankentfeuchter und Kleiderbügel. Ich schätze, langsam werde ich erwachsen.

So richtig einziehen konnte ich allerdings erst am späten Abend, da vor dem Einziehen zuerst ein anderer Wicht ausziehen musste. Also nutzte ich die Zeit und ging mit Guangpu ins Kino und kam dann gegen 0:20h so richtig schön müde zurück, hatte keinen Bock mehr auf Einräumen, konnte gerade mal so mit letzter Kraft das neue Bettzeug aufziehen, plumste dann auf’s Bett, rieb mir noch einmal die Nase und schlief sofort ein. Heute morgen wachte ich dann gegen 9.30h auf, rieb mir den Schlaf aus den Augen, vergaß sofort den Traum, der ja sehr bedeutsam ist in der ersten Nacht, schniefte mit der Nase und torkelte schlafestrunkend ins Bad.

Als ich zurück ins Zimmer kam, kratzte ich mir wieder an der Nase und sondierte erst einmal die Lage. Das Zimmer ist ja ganz schön klein und der Stuhl passt eigentlich gar nicht so richtig vor den Schreibtisch. Soviel wurde mir jetzt auch bewusst. Aber vor allem, was hatte ich ständig mit meiner Nase? Ich schniefte noch einmal. Scheibenkleister! Da hatte ich mir doch tatsächlich ein stinkendes Zimmer eingebrockt.

Meine beiden europäischen Mitbewohner (Mark aus UK und Heiko aus Deutschland, beide unter 25) hatten da eine ziemlich clevere Idee. Ich sollte es doch einfach mal mit Putzen probieren. Der Vorbewohner meines Zimmers sei nämlich eher ein Vorhausierer gewesen und nahm es nicht so genau mit der Sauberkeit (nein, es war keine Asiate, sondern ein kleines Drecksschwein aus Großbritanien). Und so kam es, dass ich den schönen Sonntag mit Eimer, Staubgsauger, Schwamm und Besen verbrachte. Allein dem großen Einbauschrank widmete ich über drei Stunden – Zeit genug übrigens, um allen britischen Dreckschweinchen eine ordentliche Tracht Prügel zu wünschen. Gottseidank ist es nun endlich geschafft und ich kann richtig stolz auf mich sein. Jetzt liege ich erschöpft auf meinem Bett und fasse mir gelegentlich immer noch an die Nase. Es ist aber schon viel besser geworden, denn die aggressiven Putzchemikalien haben zuverlässige Arbeit an meinen Nasenschleimhäuten geleistet.

Natürlich jammere ich hier nicht ohne Grund herum, denn die hiesigen Gegebenheiten verlangen einfach nach ein wenig Abmilderung. Haltet Euch also fest: Der Parc Vista ist nämlich eine private Wohnanlage, mit Pförtner, Tenniscourts, Fitnessstudio, Grillplätzen, Bibliothek und einer Poollandschaft mit Liegestühlen und Wasserfällen. Man fühlt sich hier tatsächlich wie im Urlaub.

Allerdings müssen auch einige Regeln beachtet werden, wie beispielsweise die Einhaltung der exakten Bademodenvorschrift, sonst kann es schon einmal passieren, dass der Herr Bademeister mit seiner Trillerpfeiffe herangewetzt kommt (dieselbige skrupellos einsetzend), so dass einem die Trommelfelle platzen. Das habe ich selbst schon beobachtet. Und auch mit dem Herrn Pförtner ist nicht zu spaßen, solange man keinen Anwohnerausweis in den Händen hält. Ohne eine ordnungsgemäße Eintragung im Besucherbuch mit Name, Adresse und Reisepassnummer ist da nichts zu machen. Und erst nach geregelter Bürokratie klingelt der genädige Herr dann die entsprechenden Bewohner an, die man ursprünglich einfach mal so kurz besuchen wollte. Klingelschilder, geschweige denn Klingeln, sucht man hier vergebens.

Die Wohnung ist, bis auf mein kleines Zimmer, ziemlich geräumig. Mein Bett habe ich jetzt so gestellt, dass ich mich bequem an den Tisch sezten kann. Geht also doch. Das Badezimmer muss ich mir nur mit Mark teilen, was sehr gut funktioniert. Heiko hat es da sogar noch besser, denn der hat sein eigenes privates Bad mit Zugang nur von seinem Raum aus. Die Küche und das Wohnzimmer sind beide ziemlich großzügig, aber sehr karg möbiliert, was das Putzen erheblich vereinfacht (mal sehen, vielleicht schaffen wir es demnächst mal zu IKEA). Dann gibt es da auch noch eine kleine Gerümpelkammer und ein drittes kleines WC (ungenutzt) direkt hinter der Küche. Die lebenswichtigen Klimaanlagen und das Internet sind natürlich auch vorhanden. Und selbst das Brummen des Kühlschrankes verstummt, wenn man ihn öffnet. Alles Bestens also. Wer mich also mal besuchen möchte, beispielsweise für eine Woche Poolurlaub, braucht sich nur zu melden (falls möglich, rechtzeitig).

Und wie es der Zufall will, wohnen Gerrit und Chao aus dem Lab auch hier in Parc Vista.

5 Comments so far

  1. Schwesterlein July 13th, 2007 6:02 pm

    Hey, wie sieht es mit Oktober aus?

  2. niklas July 13th, 2007 6:21 pm

    Man, Martin. Und ich dachte immer Dir reichen die einfachen Dinge im Leben. Aber das Du so schnell zum Luxusstudenten wirst… Nee nee. Kleiner Scherz. 😉 Ich hoffe es geht Dir gut, und ich plane auch immer noch vorbeizukommen, aber erst im naechsten Jahr. Was macht denn Dein Skype? Gruesse… Niklas :)

  3. martin July 16th, 2007 2:47 pm

    Hallo liebe Eltern:
    Skype ist ein Programm, mit dem man über das Internet telefonieren kann (sogar mit Video, falls man eine Kamera zur Hand hat)
    Tach Tina: Vom 9.-23.Oktober ist Jeannette hier. Du musst also entweder vorher oder nachher kommen. Such dir was aus :-)
    Hey Niklas:Ich hab mir jetzt ein Headset gekauft. Sound geht, Mikro hab ich bisher noch nicht zum Laufen gebracht (hab aber auch nur eine Minute probiert)

  4. martin August 5th, 2007 9:25 pm

    So. Ich hab mal noch ein Bild vom Pförtner hinzugefügt. Eigentlich sind es ja mehrere Pförtner, aber die meisten wollten nicht fotografiert werden (als höflicher Mensch fragt man ja erst, bevor man draufhält).

  5. Eltern August 15th, 2007 4:15 pm

    Liebe Informatikfachexperten! Was ist ein Skype? Liebe Christina! In Magdeburg scheint die Sonne!