Eine Mücke am Mittagstisch

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Heute summte eine Mücke beim Mittagessen die ganze Zeit um meinem Kopf herum. Ich dachte mir erst nichts dabei, und scheuchte das kleine Ding immer wieder fort. Und dann wurde mir mit einem Male etwas bewußt. Seit meiner Ankunft hier in Singapur wurde ich noch nicht einmal von einem Moskito belästigt. Das ist schon merkmürdig, immerhin befinde ich mich ja in den Tropen.

Nicht dass es hier keine Insekten, Gewürm und anderes Kleintier geben würde. Ganz im Gegenteil. Mit Kakerlaken habe ich ja bereits einige Erfahrungen gesammelt und auch Geckos sieht man ständig an den Häuserwänden herumflitzen. Aber Moskitos sind erstaunlicher Weise schwer zu finden. Zumindest auf dem Campus und in der Innenstadt.

Des Rätsels Lösung ist das Dengue Fieber, eine für den Menschen relativ gefährliche Krankheit (grippenähnlicher Verlauf, selten auch tödlich). Bislang gibt es noch keine Schutzimpfung. Da diese Krankheit ausschließlich von einer tagaktiven Mückenart (Aedes Moskito) übertragen wird, unternimmt die Regierung alles erdenkbar mögliche, deren Ausbreitung zu verhindern. Bislang mit Erfolg.

Die wichtigsten Waffen im Kampf gegen das Dengue-Fieber sind das wöchentliche Versprühen von Insektenvernichtungsmitteln und die allumfassende Volksaufklärung. Hier gilt es besonders, die natürlichen Brutstätten der Mücken zu eliminieren. Das sind: Abflüsse, Blumenvasen, verstopfte Dachrinnen, Eimer, Pflanzkübel, Untersetzer. Eben alles, worin sich Wasser längerfristig sammeln kann. Und eine angenehme Nebenwirkung gibt es auch: man bleibt von lästigen Mücken weitestgehend verschont.

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